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Impfung gegen Paramyxo Virose über das Trinkwasser?

Dr. Boskamp antwortet:

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Paramyxo und Herpes Impfstoff

Lieber Herr Dr. Boskamp,

ich besuchte einen Sportfreund und der erzählte mir von einem Kombi-Impfstoff für Tauben gegen Paramyxo und Herpes.

Gibt es so einen Impfstoff? und wenn ja, wo bekomme ich den?

Mit sportlichen Grüßen H. D.

Dr. Boskamp antwortet: (more…)

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Paramyxo-Impfung

Sehr geehrter Herr Dr. Boskamp,

ist es wahr, wenn ein Tierarzt behauptet, die jährliche Impfung gegen Paramyxo wäre total unsinnig?

Dies sei eine reine “Geldmacherei” der Pharmaindustrie in Verbindung mit dem Verband.

Einmal geimpfte Tauben bräuchten keine weitere Impfung mehr, wie z.B. die menschliche Impfung gegen Masern.

Dr. Boskamp antwortet: (more…)

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Paramyxovirus

Jeder Taubenliebhaber weiß, daß der Paramyxovirus Drehhälse und wasserdünnen Stuhlgang verursachen kann. Die Nervensymptome fallen weniger auf und verschwinden meistens schnell, oft schon nach einer Woche. Das häufige Urinieren und viele Trinken, eine Folge der Ansteckung, wodurch der bekannte wässrige Mist entsteht, kann aber 6 bis 8 Wocher anhalten.

Ungefähr zweidrittel der Tauben wird wieder ganz gesund und frei von nervlichen Symptomen, ohne daß die Flugleistungen beeinträchtigt werden. In den letzten Jahren verlief der Ausbruch von Paramyxovirose manchmal jedoch ernster.

Bei solch ernsten Krankheitsverläufen trat auch mehr Sterblichkeit auf und verloren die Tauben an Gewicht.

Oft dachte man dann an Paratyphus, was manchmal auch nachgewiesen wurde, obwohl Paramyxo dann im Hintergrund auch eine wichtigi Rolle spielte.

Im Fall einer Ansteckung, darf die Trinkwasseraufnahme auf keinen Fall beschränkt werden. Wenn man befallene Tiere behandeln will kann man sie am besten isolieren.

Zur Prävention von Komplikationen kann man der Tieren Marbocap und Bonisol über Trinkwasser verabreichen. Durch konsequente Impfung der Tauben gegen Paramyxo sehen wir die Krankheit nur noch sporadisch auftauchen.

Über den Autor:

Dr. Peter Boskamp ist Tierarzt. Besuchen Sie seine Praxis. Die Fragen unserer geschätzten Besucher beantwortet Dr. Peter Boskamp kostenfrei in unserer Taubensprechstunde.

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Paramyxovirus im Detail

Die Krankheit wird bei Tauben verursacht durch den Paramyxovirus Serotyp 1. Dies betrifft eine Variante des NCD Virus das bei Hühner die Pseudovogelgrippe verursacht. Die Krankheit machte sich in den Niederlanden und Belgien um 1983 zum ersten Mal massal bemerkbar. Typisch waren in den ersten Jahren der wässrige Kot und die ernsthaften neurologischen Symptome. Inzwischen unterscheidet man agressive und weniger agressive Stämme, die noch neurologsichen Symptome verusachen können oder nicht.

Gerade das Vorkommen von weniger virulente Stämme macht das die Symptome oft nicht mehr richtig Spezifisch sind und die richtige Diagnose deswegen manchmal verfehlt wird. Obwohl die Tauben die an Wettflügen teilnehmen verpflichtet geimpft werden müssen, lässt der Virus sich nur sehr schwer zurückdrängen. Man darf dann auch sagen dass der Virus festen Fuss gefasst hat in Europa, sozusagen enzoötisch ist.

Paramyxovirusinfektionen erscheinen vorallem im Herbst, von August/September bis November. Die Inkubationszeit (d.h. die Zeit Zwischen der Infizierung und das Vorkommen der ersten Krankheitserscheinungen.) ist abhängig von der Kraft des Virusses und kann variieren zwischen drei Tage und fünf Wochen. In den Anfangswochen waren die ersten Erscheinungen oft schon sichtbar innerhalb eine Woche bis zehn Tagen. Die Tauben können die Krankheit also schon länger bei sich Tragen ohne dass der Züchter davon wissen kann.

Die Tauben können infiziert werden durch Kontakt mit kranke Tauben oder durch Inhalation vom Virus. Aber auch die Aufnahme von verseuchte Körner oder trinken aus verseuchte Tränken kann der Grund sein für aufnahme des Virusses. Auf nicht geimpfte Schlägen erkranken meistens alle Tauben wobei die Mortalität schwanken kann doch heutzutage meisten um die 5% liegt. Das Sterben als Folge einer Paramyxoinfektion sehen wir oft bei Nestjungen.

Im Falle der klassischen Erscheinungen bei einem Paramyxo Ausbruch kann das Sterben auch vorkommen weil die Tiere nicht mehr trinken oder essen durch den neurologischen Symptome.

Klinische Erscheinungen

Traditionell verursacht der Paramyxovirus also vor allem Schäden im Gehirn und in den Nieren. In den Nieren ist dann die Sprache von einer interstitielle Nefritis wodurch die Nieren nicht mehr genügend Flüssigkeit resorbieren können und der Kot sehr wässrig wird. Dies hat also nichts mit Darmprobleme zu tun. Den Feuchtigkeitsverlust zu Folge werden die Tauben extrem viel Trinken und entsteht eine sogenannte Poly-Urie Poly-Dypsie (Pu/Pd). Die Wasseraufnahme kann sogar zunehmen bis 2-3 Mal die normale Menge.

Dieser wässrige Kot kann bis zu zwei Monate dauern. Allmählig wird der Kot dann wieder fester. Bei einem Teil der erkrankten Tiere jedoch gehen die Beschwerden nicht mehr weg.

Es gibt also einen deutlichen Unterschied im Kot bei Durchfall und bei Pu/Pd. Im letzten Falle ist der Kot fast normal geformt aber dann liegt eine kleine Pfütze um den Kot.

Die Tauben können solange sie gut essen können längere Zeit in guter Kondition bleiben.

Im Moment dass die Tieren der Gehirnschäden zufolge nicht mehr essen können (Drehköpfe und Tremor des Kopfes; schiefer Kopf) geht die Kondition rasch zurück. Wenn der Gehirnschaden führt zu Lähmungen an Pfoten und Flügel ist Heilung ausgeschlossen.

Die leichteren Gehirnerscheinungen verschwinden auf der dauer. Trotzdem können bei Stress noch einen leichten Schiefstand des Kopfes und Tremor auffallen.

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